Gebrauchter Tag für Zwehrener Damen

HSG Zwehren/ Kassel – HSG Bad Wildungen/ Friedr./ Bergh.

Am Sonntag, den 01.12. trafen wir zu Hause auf die zweite Damenmannschaft der HSG Bad Wildungen. Der Aufsteiger hatte bereits in den ersten acht Partien der Saison gezeigt, zu welchen Leistungen er im Stande ist. So gelangen der Mannschaft bereits Siege gegen Teams, wie beispielsweise Reichensachsen. Wir waren also gewarnt und wussten, dass wir diesen Gegner keineswegs auf die leichte Schulter nehmen durften. Ebenso handelte es sich für uns um ein Wiedertreffen mit ein paar bekannten Gesichtern. So spielten die Schwestern Lisa und Johanna Heinemann einige Jahre für die HSG Zwehren/Kassel.
Für das Spiel nahmen wir uns vor, unserer gewohnten Abläufe auf die Platte zu bringen, eine gute Abwehr zu stellen und unser Tempospiel erfolgreich umzusetzen. Dies gelang uns leider von Minute eins an nicht wirklich. Wir kamen schlecht ins Spiel, ließen immer wieder einfache Torchancen liegen und gerieten schnell von 2:4 über 3:7 zu einem Fünf-Tore-Rückstand. Wir versuchten verschiedenste Konstellationen im Angriff, doch am Ende war es vor allem immer wieder der Torabschluss, der uns einen Strich durch die Rechnung machte. Ob es der Pfosten, die Latte oder die stark spielende Wildunger Torhüterin war, der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Die Gegnerinnen bestraften die Fehlwürfe immer wieder über schnell gespielte Tempogegenstöße. So gingen wir letztendlich mit einem Ergebnis von 9:16 in die Kabine.
Mit diesem Spielstand war sicherlich keine von uns zufrieden. Wir wussten, woran wir zu arbeiten hatten und wollten eine bessere zweite Hälfte spielen. Wir hatten bereits in der letzten Saison gezeigt, dass es uns auch gelang, große Rückstände innerhalb einer Halbzeit aufzuholen. Also zeigten wir uns kämpferisch, genau dies wieder zu schaffen. Jedoch begannen auch die nächsten 30 Minuten mit einer ähnlich schwachen Leistung, sodass sich Wildungen letztendlich sogar auf einen Neun-Tore-Vorsprung absetzte. Wir wollten nun noch einmal alles geben und stellten unsere Abwehr um. Diese Maßnahme griff. Wir konnten einen nach dem anderen Ball erobern und über die nächsten Minuten von 11:20 zu 18:23 auf ein Ergebnis von 22:24 aufschließen. Nun waren jedoch nur noch knapp 3 Minuten auf der Uhr zu spielen. Den Wildungerinnen gelang es, uns noch einmal den Ball abzunehmen und den Vorsprung wieder auszubauen. Die Partie war dementsprechend gelaufen. Am Ende steht eine verdiente Niederlage von 22:28 auf dem Papier.
Wir haben es am Sonntag nur für wenige Minuten geschafft, unserem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Es war einfach ein gebrauchter Tag, an dem wir uns komplett selbst im Weg standen. Das wollen wir am kommenden Samstag um 18 Uhr gegen Fritzlar besser machen. Wir freuen uns, wenn ihr den Weg in die Halle findet. Vielen Dank auch wieder für eure Unterstützung!