Auftaktniederlage bei hitzigem Auswärtsspiel gegen Reinhardswald

Am ersten Spieltag der neuen Serie 2022/23 in der Bezirksoberliga gastierte die erste Männermannschaft in Trendelburg bei der HSG Reinhardswald. Wie aus vergangenen Saisons gewohnt, mussten sich die Zwehrener auf ein robustes und körperbetontes Spiel in Trendelburg einstellen. Insbesondere war noch das letztjährige Auswärtsspiel gegen Reinhardswald in den Köpfen der Zwehrener gespeichert, das deutlich mit über zehn Toren Unterschied verloren ging. 

Zu Beginn des Spiels merkte man beiden Mannschaften, allen voran der HSG Zwehren/Kassel, eine gewisse Nervosität an. Zwehren leistete sich viele technische Fehler, kam relativ schlecht ins Spiel herein und haderte zudem an der geringen Chancenverwertung. Trotzdem gestaltete sich die Partie sehr ausgeglichen, ehe sich Reinhardswald über 2:2 (4. Spielminute) und 5:5 (9. Spielminute) beim Stand von 11:7 (21. Spielminute) leicht absetzen konnte. Zwehren bewies jedoch im gesamtes Spielverlauf Ehrgeiz und Mannschaftsmoral und kämpfte sich bis zum Pausenstand auf 13:13 heran. In der 33. Spielminute ging das Team unter Coach Milan Čermák zum zweiten Mal in Führung (14:15) und hatte von der 38. bis zur 42. Minute die spielerisch stärkste Phase des Spiels. Mit einem 5:0-Lauf ging Zwehren deutlich mit 16:21 in Führung und nutzte die doppelte Unterzahl der Trendelburger effektiv aus. Doch binnen drei Minuten gelang der HSG Reinhardswald der Anschlusstreffer zum 20:21 (45. Spielminute). Das Spiel kippte. 

Beim teils äußerst aggressiven Spielverhalten von Seiten der Reinhardswälder kam es zwischenzeitlich zu hitzigen Situationen, bei denen sich Nils Hildebrandt in der Abwehr einen Schnitt am unteren Kinnbereich zuzog, welcher am selbigen Abend noch mit zwei Stichen genäht werden musste. Zwehren musste in den weiteren Minuten mit zwei Zeitstrafen auskommen, konnte den Spielstand allerdings auf ein Unentschieden halten. In der 51. Spielminute war es bis zu diesem Zeitpunkt schon der zweite nicht verwandelte Siebenmeter von Zwehren. Doch spielentscheidend waren viel mehr die letzten drei Minuten des Spiels, die es äußerst in sich hatten. Zwehren schien in der 57. Spielminute bei einem Stand von 26:28 nichts mehr anbrennen zu lassen. Trotzdem wurden zwei, drei unglückliche Entscheidungen im Angriff getroffen, die dazu führten, dass Reinhardswald erneut zum 28:28 ausgleichen konnte (58. Spielminute). Selbst in den letzten zwei Spielminuten gelang den Zwehrenern kein einziger Treffer mehr, sodass das Spiel am Ende unglücklich mit 30:28 verloren ging. Die spielentscheidenden Phasen hätte die Herren I deutlich cleverer ausspielen müssen, die letztlich zum Verlust der eigentlich verdienten zwei Punkte führte. Trotz allem gilt es die positiven Aspekte des Spiels zu erkennen. Hervorzuheben ist dabei der Ehrgeiz, die mannschaftliche Moral und die Tatsache, dass die Zwehrener bis zur letzten Sekunde des Spiels zu kämpfen und gewinnen versucht hat.

Am kommenden Samstag bestreitet die erste Männermannschaft um 16 Uhr ihr erstes Heimspiel gegen HSC Zierenberg, die das erste Spiel gegen TSV Korbach knapp mit 29:28 gewinnen konnte. 

HSG Reinhardswald: Kaufmann (im Tor), H. Albrecht (11/4), Konze (5), Köster (4), F. Albrecht (2), Niemeier (2), Schmitt (2), Simon (2), Haupt (1), Steffens (1), Hornung, Kiesche, Seitz, Twele

HSG Zwehren/Kassel: Wasmann und Kalthoff (im Tor), Gericke (8/1), Lautenschläger (6/3), Kerning (5), Hildebrandt (3), Nuß (3), Brückner (1), Čermák (1), Günther (1), Knapp, Lometsch, Schröder