HSG Zwehren/Kassel – HSG Bad Wildungen/ Friedr./ Bergheim

HSG Zwehren/Kassel muss sich nach starker erster Halbzeit geschlagen geben
Trotz einer kämpferischen Leistung mussten wir uns im Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen mit 24:29 geschlagen geben. Nach einer vielversprechenden ersten Halbzeit und zeitweiser Führung reichte die Kraft am Ende nicht aus, um den druckvollen Gästen standzuhalten.
Nach zwei deutlichen Niederlagen in der vergangenen Saison wollten wir es dieses Jahr besser machen und die Gäste aus Bad Wildungen vor neue Herausforderungen stellen. Das dies eine ziemlich große Aufgabe werden würde, war uns von Anfang an klar- die Gäste verstärkten sich zur neuen Saison mit höherklassig erfahrenen Spielerinnen wie Nina Albus und Anna Witte und gewannen ihre ersten Spiele sehr deutlich. Wir wussten, wir mussten alles geben, um mithalten oder gar einen Punkt holen zu wollen. Freudige Nachrichten auf unserer Seite: Unsere Ilka Ritter gab nach einem Jahr Verletzungspause ihr Comeback und stand einige Minuten auf dem Spielfeld!!
Schon früh im Spiel zeigte Svenja Vitt ihre Torgefahr und brachte uns in der 3. Spielminute mit 1:0 in Führung. Die Partie blieb in den ersten Minuten ausgeglichen, ehe sich Zwehren/Kassel durch weitere Treffer von Vitt, Huth und Appel mit 5:4 leicht absetzen konnte. Vor allem Svenja Vitt war in dieser Phase kaum zu stoppen und steuerte insgesamt 4 Treffer bei.
In der Abwehr stand die HSG stabil, und im Angriff nutzten die Gastgeberinnen ihre Chancen konsequent. Laura Fleckenstein zeigte sich ebenfalls in starker Form und erzielte drei wichtige Tore – darunter zwei in schnellen Gegenzügen (18. und 22. Minute). Auch Majken Appel erwies sich als zuverlässige Schützin mit insgesamt 4 Treffern, ebenso wie Rieke Hrdina, die nach einer Zeitstrafe wieder ins Spiel fand und einen wichtigen Treffer zum 11:7 beisteuerte. Mit einem verdienten 13:10 ging es in die Pause.
Doch auf dieser Führung konnten wir uns nicht ausruhen, wussten wir um die Stärke der Gäste. Die Abwehr musste in Zusammenarbeit mit Alina Winter, die einen starken Tag erwischte, wenig zulassen und der Angriff musste effektiv die Torchancen nutzen.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein hitziges Spiel mit mehreren Führungswechseln. Bis zur 52. Minute war das Spiel völlig offen (23:23), doch dann ließen bei der HSG die Kräfte nach. Einige Zeitstrafen gegen uns brachten Unruhe ins Spiel. Auf der anderen Seite präsentierte sich der Gast eiskalt vom Siebenmeterpunkt und zog innerhalb weniger Minuten auf 23:27 davon. Trotz einer letzten Auszeit und einem späten Treffer von Svenja Vitt in der Schlusssekunde musste sich die HSG am Ende mit 24:29 geschlagen geben.
Schlussendlich kann man sagen, dass wir eine engagierte und phasenweise sehr gute Leistung zeigten, die jedoch nicht über die vollen 60 Minuten aufrechterhalten konnte. Vor allem in der Schlussphase fehlte die letzte Konsequenz in Abwehr und Angriff, um gegen die treffsicheren Gäste Punkte in Kassel zu behalten.
